Meine Arbeitsweise
Meine sexualtherapeutische Arbeit verbindet verschiedene fachliche Ansätze und richtet sich immer nach Ihrem individuellen Anliegen und Ihrer Lebenssituation.
Sexocorporel
Mit dem Modell Sexocorporel betrachte ich Sexualität ganzheitlich und körperorientiert. Das Modell wurde in den 1970er-Jahren von dem Psychologen und klinischem Sexologen Prof. Jean-Yves Desjardins entwickelt. Es geht davon aus, dass körperliche Wahrnehmung und emotionales Erleben eng miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen. Dabei nehmen unter anderem Körperspannung, Atmung, Bewegung und Gedanken Einfluss darauf, wie Sexualität gelebt und wahrgenommen wird.
«Sexualität ist lernbar» das ist einer der zentralen Grundgedanken des Modells. Häufig gehen wir davon aus, dass unsere Sexualität einfach so ist, wie sie ist. Doch Sexualität entwickelt und verändert sich von der Geburt bis ins hohe Alter und wird im Laufe des Lebens geprägt und erlernt. Erlernte sexuelle Muster und Gewohnheiten können deshalb bewusst wahrgenommen, verändert und weiterentwickelt werden ganz unabhängig davon, in welchem Lebensabschnitt wir uns befinden.
Es geht nicht darum, Sexualität einem bestimmten Ideal anzupassen, sondern darum, die eigene Sexualität besser zu verstehen, neue Möglichkeiten zu entdecken und eine persönliche sexuelle Zufriedenheit zu entfalten, die bereichern und Lebensenergie schenken kann.
Körperorientierte
Sexualtherapie & Embodiment
Sexualität ist ein Wechselspiel zwischen dem, was wir denken, fühlen und mit unserem Körper wahrnehmen. Deshalb können körperorientierte Elemente und Embodiment einen wichtigen Teil der Arbeit bilden.
Die Therapie findet dabei grundsätzlich «hands off», also ohne direkte körperliche Berührung durch mich, statt. Je nach Anliegen können angeleitete Körper-, Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen integriert werden, die Sie selbstständig durchführen und bei Bedarf auch in Ihrer Privatsphäre zwischen den Sitzungen vertiefen können.
Körperübungen finden immer bekleidet und ohne sexuelle Handlungen statt. Im Mittelpunkt stehen die eigene Körperwahrnehmung, Achtsamkeit und das Erleben des eigenen Körpers. So können neue Erfahrungen ermöglicht und Schritt für Schritt in den Alltag und die eigene Sexualität integriert werden.
Ganzheitlich
Sexualität findet nie losgelöst vom dem, was im Leben geschieht, statt. Beziehung, Familie, Arbeit, gesellschaftliche Vorstellungen, persönliche Erfahrungen und die aktuelle Lebenssituation können die eigene Sexualität beeinflussen.
Aus einer systemischen Perspektive betrachten wir deshalb auch Ihr persönliches Umfeld und die Beziehungen, in denen Sie leben. Dabei geht es darum, Zusammenhänge zu verstehen, neue Perspektiven zu entwickeln und vorhandene Ressourcen zu stärken.
Individuell abgestimmt
Die verschiedenen Ansätze werden nicht nach einem festen Schema angewendet. Welche Methoden und Schwerpunkte sinnvoll sind, entscheiden wir gemeinsam auf Grundlage Ihres Anliegens, Ihrer Bedürfnisse und Ihrer persönlichen Situation.
Meine Haltung
Der Schritt, sich Unterstützung zu holen und über persönliche oder intime Themen zu sprechen, ist nicht immer leicht. Ich habe grossen Respekt davor, wenn Menschen sich entscheiden, diesen Schritt zu gehen. Mir ist es wichtig, Ihnen dabei mit Offenheit, Einfühlungsvermögen und echtem Interesse an Ihrer persönlichen Geschichte zu begegnen.
Ich möchte verstehen, was Sie bewegt, was Sie beschäftigt und wie Sie Ihre Situation erleben, ohne vorschnell Rückschlüsse zu ziehen. Dabei interessiert mich nicht nur, was schwierig ist, sondern ebenso, was Ihnen bereits gelingt, was Sie stärkt und welche eigenen Ressourcen Sie mitbringen.
Sexualität ist vielfältig und wird von jedem Menschen unterschiedlich erlebt. Deshalb gibt es für mich keine vorgegebene Vorstellung davon, wie Sexualität oder Beziehungen sein sollten. Unabhängig von sexueller Orientierung, Geschlecht, Beziehungsform, Lebensweise oder Herkunft begegne ich Ihnen mit Offenheit und Wertschätzung.
In der gemeinsamen Arbeit ist mir wichtig, dass Sie sich sicher fühlen, Bedürfnisse einbringen können und Raum für das haben, was gerade da ist.